Welchen Herausforderungen begegnest du als Frau ohne Kinder?
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Vor 16 Jahren habe ich mich auf Grund der Rahmenbedingungen für ein Leben ohne Kinder entschieden.
Damals habe ich mich eingehend damit auseinandergesetzt, was dieser Entscheid für mich bedeutet.
Dabei entdeckte ich, dass erstaunlich viele Menschen die
unbewusste Haltung haben, ein Leben ohne Kinder könne nicht im selben Masse erfüllend und sinnstiftend sein wie das von Müttern und Vätern.
Ich habe sogar Frauen getroffen, die das Gefühl hatten, Kinderlosigkeit verdamme sie zu einem Leben zweiter Klasse. So richtig bewusst wurde ihnen dies erst während unseres Gesprächs. *
Das wollte ich ändern. Es wurde mir ein Anliegen, mich dafür einzusetzen, dass der Lebensentwurf ohne Kind als gleichwertig gegenüber dem von Eltern angesehen wird.
Und zwar nicht nur mit dem zeitgemässen, vernünftigen Verstand, sondern auch tief im Bauch, wenn der Verstand gerade nicht aktiv ist.
Dies sind nämlich genau die Momente, in denen Dinge gesagt werden, von denen wir denken: "Das gibt es heute doch gar nicht mehr!"
Dinge, die Meinungen erkennen lassen, die aus dem letzten Jahrhundert zu kommen scheinen.
Denkst du jetzt: "16 Jahre sind laaaange her und inzwischen ist es echt anders!" ?
Täusch dich nicht. Wer wirklich hinschaut und zuhört, begegnet immer noch denselben Haltungen.
Frauen, die mich kontaktieren, berichten fast alle davon. Wenn auch nicht gleich zu Beginn. Oft sprechen sie solches erst aus, wenn ein Vertrauensverhältnis etabliert ist.
Egal ob wir diese Entscheidung selbst fällen oder sie für uns gefällt wird:
Uns Kinderlose verbindet die Tatsache, dass wir nicht das heteronormative Leben führen, das sich unsere Eltern in den meisten Fällen für uns gewünscht haben.
-
Wir gehen nicht den üblichen, normalen Weg.
- Wir gehen einen anderen Weg als unsere Eltern gegangen sind.
- Unser Erwachsenenleben entspricht nicht dem Bild, das wir jahrelang in uns trugen (nur sehr wenige wissen als Kind schon, dass sie keine Kinder wollen oder haben können).
Um mit der Rolle als OK-Frau (und eben nicht Mutter) dauerhaft im Frieden zu sein, hilft es sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen:
- Was macht das alles mit mir?
- Was macht das mit unseren Mitmenschen und somit mit ihrer Reaktion auf uns OK-Frauen?
- Welches sind die Herausforderungen, die dir begegnen?
Mich interessiert, was dir bei der letzten Frage durch den Kopf geht. Darum freue ich mich, wenn du diesen Text kommentierst.
* Oder es kristallisierte sich nach einigen Sitzungen heraus. Sitzungen, in denen ich sie begleitet habe. In denen es z.B. um die Frage ging, ob es für sie wirklich okay ist, kinderlos zu bleiben. Sie kontaktierten mich, weil es stets mehr danach aussah, als würden sie in diesem Leben nicht mehr Mutter werden.
Erstellt am 10. Juni 2026
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